Sprachliche Entwicklung zwischen drei und sechs Jahren

In Alter zwischen drei und sechs Jahren kann dein Kind sich, in der Regel, schon sehr gut artikulieren. Es ist sehr neugierig und fragt nach, wenn es ein Wort noch nicht kennt. Es interessiert sich auch immer mehr für seine Umgebung und fragt dich möglicherweise auch Fragen die du ihm nicht beantworten kannst.⠀

Vor vier Wochen kam ein Kind zu mir und meinte: „Duuuu? Was ist eigentlich das schnellste Auto auf der Welt?“

Ich habe dem Kind geantwortet, dass ich es nicht weiß, aber das nachschauen werde und das ich denke, dass es sicher ein Porsche, oder Bugatti sein könnte. ⠀
Das Kind war der Meinung es könnte ein BMW oder ein Mustang sein. ⠀


Das wir beide unrecht hatten, fand ich in meiner Mittagspause, bei einer bekannten Suchmaschine heraus. ⠀

Das aktuell* schnellste Auto ist ein Königsegg Agera RS. ⠀

Na hättest du es gewusst?

Ich habe es nicht gewusst, als ich es aber abends meinem Verlobten erzählte, sagte er, dass das doch jeder wüsste.

Tja so unterschiedlich sind eben die Themengebiete. 🙂 ⠀

Die Lehre ist: Erwachsene müssen nicht alles wissen und das ist wichtig, dass die Kinder das bemerken. Sonst fühlen sie sich nämlich auch schlecht, wenn sie auf eine Frage mal nicht die Antwort wissen.⠀

Neugierige Erwachsene erklären einfach alles, was im Alltag passiert. So bleibt die angeborene Neugierde von Kindern lange erhalten.

Tipp
Die beste Sprachförderung die du deinem Kind in diesem Alter geben kannst, ist ganzheitliche und alltagsintegrierte Sprachförderung. Sprechen muss zur Routine werden, denn bei der Sprachentwicklung gilt: „Use it, or loose it!“


Das bedeutet für dich im Alltag mit deinem Kind

  • Reden und zuhören.
  • Ausreden lassen, auch wenn es Geduld und Zeit erfordert.
  • gemeinsam Bücher lesen.
  • Hörspiele hören.
  • musizieren.
  • Memory spielen.
  • aktiv Wörter neu zusammensetzen und die Zusammenhänge erklären Bsp.: Kartoffeln werden in Bayern auch Erdäpfel genannt, weil sie unter der Erde wachsen.
  • Das Kind in Gespräche mit einbinden (Partizipation),
  • Das Kind darf die Spielregeln einer neuen Person erklären,
  • Die Fantasie des Kindes fördern, in dem es dir eine erfundene Geschichte vorliest.
  • Die eigenen Gefühle und die Gefühle des Kindes in Worte fassen.

Es ist für dein Kind am Wichtigsten, dass du ihm ein Vorbild bist und ihm die Sprache vorlebst. Denn Kinder lernen durch Nachahmung, man sagt nicht umsonst: „Manchmal schau ich mein Kind an und denke mir, dass bin ich selbst als Kind.“

Deine Laura

* Stand: 2020

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