Wer kennt es nicht? „Wenn du deinen Teller nicht leer isst, dann wird es morgen schlechtes Wetter!“⠀

Ich persönlich kenne Sätze wie diesen sehr gut. Mir und auch meinem Verlobten wurde dieser Satz allzu oft in der Kindheit gesagt. ⠀
Uns hat es gut getroffen, denn keiner von uns beiden hat eine ernsthafte Essstörung entwickelt. Am Ende kann der Zwang zum Essen oder zum Überessen zum Beginn einer Essstörungen führen, auch wenn diese nicht die Ausmaße der uns bekannten Essstörungen annimmt.⠀

Übrigens: Mein Verlobter hat bis heute noch das Gefühl der Teller müsse immer leer sein, auch wenn der Hunger nicht mehr da ist. ⠀

Definition von Essstörungen:⠀
Essstörungen bedeutet, dass man einen gestörten Umgang mit dem Thema Essen hat. Es kann sich dabei um verweigern oder auch um übermäßige Nahrungsaufnahme handeln.⠀

Für viele klingt es vielleicht erstmal befremdlich, aber manchmal entstehen solche Anzeichen von Essstörungen bereits in den Kinderjahren. Denn in diesen ersten zehn Lebensjahren lernen wir viel über Ernährung, vor allem aus Nachahmung von den Eltern. ⠀

Mögliche Gründe für die Entstehung können sein:
~ Oft werden die Kinder bei Breinahrung oder Gläschen so lange gefüttert, bis das Gläschen/die Portion Brei auch wirklich leer ist, dabei wird aber das Sättigungsgefühl des Kindes komplett übergangen. Das bemerken wir Erwachsene oft gar nicht. ⠀
-> Daher ist es, meiner Meinung nach, besser dem Kind immer wieder weiche kleine Stücke Obst, Gemüse, Brot o.ä. anzubieten anstatt auf breiige Nahrung zurückzugreifen, denn selbst wenn man dabei versucht auf das Sättigungsgefühl zu achten passiert es oft, dass dieses Gefühl erst zu spät beim Kind einsetzt, da der Brei nicht zerkaut wird und das Kauen, wie bei Erwachsenen auch, schon zur Sättigung beiträgt.⠀
Ich hab euch dazu auch ein Buch unten angehangen, dass sicher viele von Euch schon kennen.

Deine Laura

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