Depressionen bei Kindern

„Ernsthaft? Es gibt Depressionen bei Kindern?“ So oder so ähnlich sind die Rückmeldungen in meiner Umgebung gewesen, als ich erzählt habe, dass ich mich aktuell mit diesem Thema beschäftige. ⠀

WICHTIG⠀⠀
Ich möchte hier nochmal festhalten, ich bin kein Arzt, wenn ihr das Gefühl habt, euer Kind verändert sich oder ihr Euch selbst nicht gut fühlt, geht unbedingt zum Arzt. Der Beitrag entsteht lediglich durch Recherche und Gespräche mit Betroffenen.⠀⠀

𝗪𝗮𝘀 𝗶𝘀𝘁 𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗗𝗲𝗽𝗿𝗲𝘀𝘀𝗶𝗼𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝘄𝗲𝗹𝗰𝗵𝗲 𝗨𝗿𝘀𝗮𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗴𝗶𝗯𝘁 𝗲𝘀?⠀⠀
Unter einer Depression versteht man eine Erkrankung der Seele, die sich meist in tiefer Niedergeschlagenheit, Traurigkeit oder Interesselosigkeit zeigt. ⠀
Depressionen können durch eine genetische Veranlagung oder eben durch äußere Einwirkungen entstehen. ⠀

𝘉𝘦𝘪𝘴𝘱𝘪𝘦𝘭𝘦:⠀⠀
🌦 Familiäre Probleme z.B. Scheidung oder Trennung der Eltern, Todesfälle in der Familie, Alkohol- oder Drogenmissbrauch sowie weitreichende Krisen (z.B. Corona)⠀
🌦 Probleme in der Schule (z.B. durch Unter-/Überforderung oder Mobbing)⠀
🌦 Sexueller Missbrauch oder andere körperliche Misshandlungen⠀

👉🏻 Besonders gefährdet sind Kinder von Erwachsenen, die selbst psychische Auffälligkeiten aufweisen.⠀
👉🏻 Oft werden Anzeichen bei Kindern nicht wahrgenommen, die auf eine Depression hinweisen. Sie werden oft „übersehen“.⠀
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𝗪𝗶𝗲 𝗲𝗿𝗸𝗲𝗻𝗻𝗲 𝗶𝗰𝗵 𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗗𝗲𝗽𝗿𝗲𝘀𝘀𝗶𝗼𝗻 𝗯𝗲𝗶 𝗺𝗲𝗶𝗻𝗲𝗺 𝗞𝗶𝗻𝗱?⠀⠀
Kinder weinen oft ohne ersichtlichen Grund oder haben Schlafstörungen. Sie suchen mehr Nähe zu ihren Bezugspersonen oder ziehen sich auch aus ihrem Familienleben zurück (sind mehr im Kinderzimmer). ⠀

👉🏻 Jüngere Kinder zeigen die Symptome auch manchmal erst, wenn der Auslöser nicht mehr da ist. Das bedeutet, dass das Kind Angst hat, dass es wieder zu einer Ausnahmesituation kommt.

𝗪𝗶𝗲 𝗸𝗮𝗻𝗻 𝗶𝗰𝗵 𝗺𝗲𝗶𝗻𝗲𝗺 𝗞𝗶𝗻𝗱 𝗵𝗲𝗹𝗳𝗲𝗻?⠀

𝘌𝘪𝘨𝘦𝘯𝘦 𝘗𝘳𝘰𝘣𝘭𝘦𝘮𝘦 𝘧𝘦𝘳𝘯𝘩𝘢𝘭𝘵𝘦𝘯⠀
Probleme sollten unbedingt von Kindern ferngehalten werden. Wenn einer von Euch vielleicht seinen Job verliert, sollte das Euer Kind am Besten nicht mitbekommen. Ängste der Eltern übertragen sich oft ungefiltert auf die Kinder. ⠀

Wir müssen uns immer wieder bewusst darüber werden, dass Kinder mit unseren Problemen noch weniger klarkommen als wir selbst und dadurch eine Angst bei den Kindern entsteht, die Folgen haben kann. ⠀

𝘉𝘪𝘯𝘥𝘶𝘯𝘨 𝘻𝘶𝘮 𝘒𝘪𝘯𝘥⠀
In solchen Phasen im Leben ist es wichtig, Menschen zu haben, auf die man sich immer verlassen kann. Für Kinder ist es wichtig, dass sie sich in jeder Lebenslage auf ihre Eltern verlassen können. ⠀

𝘔𝘢𝘵𝘦𝘳𝘯𝘢𝘭 𝘴𝘦𝘯𝘴𝘪𝘵𝘪𝘷𝘪𝘵𝘺 (𝘯𝘢𝘤𝘩 𝘔𝘢𝘳𝘺 𝘈𝘪𝘯𝘴𝘸𝘰𝘳𝘵𝘩)⠀
1. Wahrnehmung der Signale ⠀
2. Signale richtig interpretieren ⠀
3. Angemessene Antwort auf die Signale⠀
4. Prompte Reaktion auf die Signale⠀

𝘒𝘰𝘯𝘵𝘢𝘬𝘵𝘦 𝘶𝘯𝘥 𝘍𝘳𝘦𝘶𝘯𝘥𝘴𝘤𝘩𝘢𝘧𝘵𝘦𝘯 𝘱𝘧𝘭𝘦𝘨𝘦𝘯⠀
Gerade jetzt in der aktuellen Zeit ist das wahrscheinlich die schwierigste Aufgabe für die Eltern von Kindern: Denn auch wenn wir die technischen Möglichkeiten haben, ersetzt Facetime nicht die Begegnung mit anderen Menschen – vor allem nicht für Kinder. ⠀

𝘉𝘦𝘪𝘴𝘱𝘪𝘦𝘭𝘦:⠀
1. Ihr steht auf dem Balkon, die andere Familie besucht Euch und ihr redet mit Abstand. ⠀
2. Außerdem könnte man auch Bilder malen /Briefe schreiben für die Freunde und sie in den Briefkasten werfen.⠀

𝘚𝘪𝘤𝘩 𝘴𝘦𝘭𝘣𝘴𝘵 𝘦𝘵𝘸𝘢𝘴 𝘎𝘶𝘵𝘦𝘴 𝘵𝘶𝘯⠀
Entspannte Eltern, haben entspannte Kinder. Tu dir selbst etwas gutes, lies ein Buch, leg dich in die Badewanne und genieße ganz offiziell mal ein bisschen.

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